| Veranstaltung: | Votenvergabe Niederrhein-Wupper LTW 2027 |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Theresa Schnepp (KV Wuppertal) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 16.09.2026, 22:45 |
A13: Theresa Marie Schnepp
Selbstvorstellung
Bewerbung um das fünfte quotierte Votum des Bezirksverbands Niederrhein-Wupper für die Landesliste zur Landtagswahl 2027
Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Grüne Menschen,
letzte Woche saß ich wieder mit einem Wuppertaler Unternehmen am Tisch. Mittelständisch, seit drei Generationen in Familienhand. Die Frage, die im Raum stand, war nicht abstrakt: Investieren wir jetzt in die Transformation oder warten wir ab, weil uns niemand sagen kann, worauf wir uns verlassen können?
Solche Gespräche führe ich nicht nur einmal im Monat. Ich führe sie fast jede Woche.
Mein Name ist Theresa Schnepp. Ich bin 34 Jahre alt und seit Juli Direktkandidatin und Votenträgerin im Kreisverband Wuppertal für die Landtagswahl 2027.
Beruflich arbeite ich als Projektmanagerin für Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft bei der Wirtschaftsförderung Wuppertal. Davor war ich mehrere Jahre in der Unternehmensberatung tätig, unter anderem bei Projekten für Vodafone, den ADAC und Google. Ich habe also viele - auch große - Unternehmen von innen gesehen. Und auch heute sitze ich regelmäßig Unternehmerinnen und Unternehmern gegenüber, die mir ihre Sorgen schildern: eine unstrukturierte Gesetzgebung aus Berlin, die Angst vor Energieengpässen, die Sorge um Ressourcenknappheit. Das sind keine abstrakten Debatten. Das sind reale Sorgen von Menschen, die täglich Verantwortung für Arbeitsplätze und Standorte tragen.
Genau deshalb will ich in den Landtag: Ich möchte mich dafür einsetzen, dass Grüne Wirtschaftspolitik auch in den nächsten fünf Jahren Vorzeigepolitik bleibt. NRW soll beim Ausbau der Erneuerbaren Energien weiter vorangehen, nicht nur, weil Windenergie günstiger und sicherer ist als fossile Energie, sondern auch, weil ich aus meiner täglichen Arbeit weiß, dass Transformation den Unternehmen hilft, sich in einer immer komplexeren Welt zurechtzufinden.
Drei Punkte sind für eine funktionierende Wirtschaft besonders wichtig:
- Erstens, Kreislaufwirtschaft. Durch meine Berufserfahrung bei Circular Valley weiß ich, was die besonders ressourcenintensive Industrie hier in NRW braucht, um von linearen zu zirkulären Geschäftsmodellen zu kommen, und wo die Politik heute noch im Weg steht, statt zu helfen. Bei einem Unternehmen entsteht Abfall, der beim nächsten Unternehmen wieder als Rohstoff genutzt werden kann. Und wie können wir überhaupt das Wording anpassen? Wie wird aus Abfall wieder ein Wertstoff?
- Zweitens, Erneuerbare Energien und Versorgungssicherheit. Die Sorge vor Energieengpässen, die mir Unternehmen schildern, ist real und sie braucht eine Antwort, die Klimaschutz und wirtschaftliche Planbarkeit zusammendenkt, nicht gegeneinander ausspielt. Ist es riskant für ein Unternehmen, in wasserstoffbetriebene Maschinen zu investieren? Und wie teuer wird es 2045 sein, stattdessen Gas zu nutzen, wenn das Gasnetz nur noch von wenigen Aktuer:innen genutzt wird?
- Drittens, Investitionen und ein Vertrauensvorschuss für den Mittelstand. Im Mittelstand steckt eine ungeheuer große Kraft in NRW, und viele Unternehmen wollen den mutigen Weg in die Zukunft gehen, doch ihnen fehlt Kapital. Transformation gelingt durch die richtigen Förderinstrumente, die das Land insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen zur Verfügung stellen muss. Das Programm Circular Cities beispielsweise des Umweltministeriums setzt genau dort an. Solche Programme müssen fortgeführt werden.
NRW kann Industrieland bleiben und zugleich Vorreiter der Transformation sein: beides zusammen, nicht gegeneinander. Ressourcenschonende Wirtschaft, die Arbeitsplätze sichert, statt sie zu gefährden: Das ist die wirtschaftliche Stärke, für die ich mich im Landtag einsetzen will. Rückenwind dafür habe ich seit letztem Samstag auch durch das Votum der LAG Wirtschaft.
Ich bin davon überzeugt, dass ich auf die Bezirksliste gehöre, weil ich nicht aus der Theorie komme, sondern jeden Tag mit Unternehmen spreche und das seit über zehn Jahren. Ich habe mehrere Jahre mit und bei Startups gearbeitet und gelernt, dass es darauf ankommt, Dinge umzusetzen und ins Handeln zu kommen. Mit Circular Valley habe ich eine der wichtigsten Transformationsinitiativen in NRW und darüber hinaus aus der Praxis kennengelernt. Und ich bin bereit und entschlossen, all diese Erfahrungen jetzt auch in die Landespolitik zu tragen.
Und das gilt nicht nur wirtschaftspolitisch: Seit fünf Jahren engagiere ich mich in der Partei, in den letzten zwei Jahren besonders intensiv als Mitgliederbeauftragte. Als erste Ansprechperson für über 600 Mitglieder in unserem Kreisverband konnte ich zahlreiche Menschen dazu motivieren, in verschiedenen Ämtern zu kandidieren. Auch das ist Teil meines Verständnisses von Politik: zuhören, verbinden, fördern, Verantwortung übernehmen.
Deshalb bewerbe ich mich heute um euer Votum für die Bezirksliste und freue mich jetzt vor allem auf den Austausch mit euch und auf eure Fragen.
- Alter:
- 34
- Geburtsort:
- weiblich