| Veranstaltung: | Votenvergabe Niederrhein-Wupper LTW 2027 |
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| Antragsteller*in: | Sabrina Grübener (KV Heinsberg) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 11.09.2026, 23:57 |
A6: Sabrina Grübener
Selbstvorstellung
Bewerbung für das 3. offene Votum des Bezirksverbands Niederrhein-Wupper zur Landtagswahl 2027
Liebe Freund*innen,
für die kommende Landtagswahl bewerbe ich mich für ein aussichtsreiches Votum des Bezirks Niederrhein-Wupper. Ich möchte unsere Region künftig mit starker Stimme in Düsseldorf vertreten und gemeinsam mit euch den Wandel in Nordrhein-Westfalen gestalten.
Ich mache Politik aus Leidenschaft und mit voller Überzeugung: Weil ich gerne mit Menschen arbeite, um gute Lösungen ringe und etwas bewegen möchte. Meine politische Heimat ist der Kreis Heinsberg. Als Kreissprecherin, Kreistagsmitglied und Fraktionsvorsitzende habe ich in den vergangenen Jahren kommunalpolitische Verantwortung übernommen. Ich weiß, wie man Mehrheiten organisiert, unterschiedliche Interessen zusammenbringt und auch dann dran bleibt, wenn sich Erfolge nicht sofort einstellen. Vor allem aber habe ich gelernt, wie wichtig es ist, Politik nah an den Menschen und ihren konkreten Lebensrealitäten zu machen.
Der vorgezogene Braunkohleausstieg im Rheinischen Revier ist einer der wichtigsten klimapolitischen Erfolge der Grünen.
Kaum irgendwo wird die Herausforderung des Strukturwandels so greifbar wie bei uns im Kreis Heinsberg. Wir haben entscheidend dazu beigetragen, dass fünf unserer Dörfer vor der Abbaggerung bewahrt werden konnten. Lützerath konnte nicht gerettet werden. Beides gehört zu einer ehrlichen Bilanz. Aber der Strukturwandel ist damit nicht zu Ende – er fängt in vielerlei Hinsicht jetzt erst richtig an. Es geht um die Zukunft der geretteten Dörfer und ihrer Infrastruktur, um neue Arbeitsplätze und Wertschöpfung, um die Renaturierung der Tagebauflächen und vor allem um Wasser und Natur.
Was bedeutet es, z.B. wenn aus dem größten Loch unserer Region ein See werden soll? Woher kommt das Wasser, wie steht es um seine Qualität und mögliche Schadstoffe? Und wie verhindern wir, dass belastete Böden und Stoffe aus dem Tagebau in Grundwasser und Gewässer gelangen? Das sind keine abstrakten Fragen, sondern Entscheidungen, die unsere Heimat für Generationen prägen werden.
Gleichzeitig endet die Verantwortung nicht an Kreisgrenzen. Das Rheinische Revier ist eine der größten Transformationsaufgaben Nordrhein-Westfalens. Dabei dürfen wir RWE nicht aus der Verantwortung entlassen – und wir müssen als Land dafür sorgen, dass der Strukturwandel sozial, ökologisch und wirtschaftlich gelingt. Das bedeutet neue, gute Arbeitsplätze, eine klimaneutrale Wirtschaft, echte Perspektiven für junge Menschen und den Schutz von Natur und Wasser. Strukturwandelmittel müssen sich daran messen lassen, ob sie langfristig gute Lebens- und Arbeitsbedingungen schaffen und den Menschen vor Ort eine echte Zukunftsperspektive geben.
Gerade deshalb sehe ich große Chancen in der Verbindung von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Durch meine langjährige Tätigkeit an der RWTH Aachen kenne ich das Potenzial von Wissenschaft und Forschung für Innovation und gesellschaftlichen Fortschritt. Gleichzeitig habe ich erlebt, wie wichtig Hochschulen dafür sind, dass junge Menschen ihre Fähigkeiten entfalten, eigene Ideen entwickeln und ihren Weg gehen können. Deshalb müssen wir unsere Hochschulen stärken und ihnen die besten Rahmenbedingungen geben. Gute Ideen müssen ihren Weg aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Kommunen und Unternehmen finden.
Als promovierte Soziologin bringe ich einen wissenschaftlich geschulten Blick auf gesellschaftliche Veränderungen und unterschiedliche Lebensrealitäten mit. Mich interessiert dabei besonders, wie Veränderungsprozesse gelingen: Wie können wir Menschen frühzeitig einbeziehen, unterschiedliche Interessen zusammenbringen und Akzeptanz für notwendige Veränderungen schaffen? Denn Veränderung funktioniert nicht allein durch gute Konzepte – sie braucht Beteiligung, Vertrauen und die Perspektive der Menschen, die sie betrifft. Das gilt für die Entwicklung neuer Gewerbe- und Industrieflächen genauso wie für den Ausbau erneuerbarer Energien, die Verkehrswende oder den Umgang mit den Folgen der Klimakrise.
Meine kommunalpolitische Verwurzelung, meine wissenschaftliche Perspektive und meine Erfahrung mit dem Strukturwandel vor Ort bilden für mich die Grundlage meiner Kandidatur. Diese Perspektiven möchte ich zusammenbringen – für Heinsberg, für unseren Bezirk und für NRW.
Und dabei ist mir eines besonders wichtig: Ich will, dass wir Klimaschutz, gute Arbeit und soziale Gerechtigkeit nicht gegeneinander ausspielen. Ich will, dass wir sie zusammen denken. Klimaschutz darf nicht zu einer Frage des Geldbeutels werden. Gute Bildung und gute Arbeit dürfen nicht vom Wohnort oder vom Elternhaus abhängen. Und die Menschen, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen, dürfen nicht diejenigen sein, die seine Folgen am stärksten tragen. Diese Überzeugung ist auch von meiner eigenen Biografie geprägt: Ich bin die Erste in meiner Familie, die studiert hat, BAföG bezogen und neben dem Studium gearbeitet hat. Ich kenne die Unsicherheit befristeter Verträge aus eigener Erfahrung. Auch meine Promotion habe ich mit Familie und Kindern vereinbart. Ich weiß deshalb, wie wichtig verlässliche Perspektiven sind – und dafür will ich politisch kämpfen.
Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und das erschreckend starke Abschneiden der AfD zeigen, wie wichtig es ist, dass Politik die Sorgen und Erwartungen der Menschen ernst nimmt. Auch in NRW müssen wir eine klare Antwort geben: mit einer Politik, die zuhört, konkrete Probleme löst und Veränderung gemeinsam gestaltet.
Dafür möchte ich meine Erfahrung, meine Überzeugungen und meine ganze Energie in den Landtag einbringen. Ich will nicht nur zuschauen, wie sich unsere Region verändert, sondern mitgestalten, was aus ihr wird. Dafür bin ich bereit, Verantwortung zu übernehmen.
Dafür bitte ich euch um euer Vertrauen und eure Unterstützung.
Herzliche grüne Grüße
Sabrina
(Wenn ihr Fragen zu mir und meiner Kandidatur habt, meldet euch einfach 😉) Insta: sabrinagruebener, Mail: sabrina.gruebener@gmail.com
Voten: KV Heinsberg und LAG Wissenschaft
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Persönliches:
- 2 Kinder, verheiratet
Politisches Engagement:
- Mitglied im Kreisverband Heinsberg seit November 2018
- Kreistagsmitglied seit November 2020, Fraktionsvorsitzende seit 2025
- Co- Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Hochschulpolitik/Wissenschaft seit 2022
- Kreissprecherin seit 2023
- Beisitzerin im Bezirksvorstand von 2024 bis 2026
Beruf und Ausbildung:
- Seit 2008: Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der RWTH Aachen/Fakultät für Maschinenwesen
- Aktuell: Stabsstelle Internationales
- Magisterabschluss in den Fächern Soziologie, Politische Wissenschaft und Wirtschafts- und Sozialgeschichte (RWTH Aachen)
- Promotion im Fach Soziologie (RWTH Aachen)
- Lehre: Soziologische Handlungstheorien und Intercultural Communication Course
- Alter:
- 43
- Geburtsort:
- Düren