| Veranstaltung: | Votenvergabe Niederrhein-Wupper LTW 2027 |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Ina Besche-Krastl (KV Mettmann) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 01.09.2026, 13:23 |
A2: Ina Besche-Krastl
Selbstvorstellung
Liebe Freundinnen und Freunde,
selten ist es mir so schwer gefallen, meine Bewerbung an Euch in Worte zu fassen.
Zu viel ist los in der Welt. Immer noch Krieg in der Ukraine. Krieg in Nahost. Krieg zwischen den USA und dem Iran. Waldbrände in Europa – und plötzlich auch mitten in NRW. Je stärker die Rechten auf dem Vormarsch sind, desto rückwärtsgewandter werden die Debatten, in denen wir uns wiederfinden. Politik fühlt sich momentan oft nicht leicht an.
Gerade deshalb braucht es uns.
Denn in solchen Zeiten dürfen wir nicht vergessen, was wir schon erreicht haben – und was wir gemeinsam noch erreichen können. Werfen wir also einen Blick zurück: viereinhalb Jahre, in denen wir Grüne dieses Land spürbar verändert haben. Viereinhalb Jahre, die wie im Flug vergangen sind – und die trotzdem zeigen, was möglich ist, wenn wir es anpacken.
Wir haben gemeinsam mit dem Bund den Braunkohleausstieg beschleunigt – und wir bleiben dran, bis dieses Ziel steht.
Wir sind bundesweiter Spitzenreiter beim Zubau und bei Genehmigungen von Windkraftanlagen. NRW zeigt, wie die Energiewende geht.
Wir haben für Lehrerinnen und Lehrer endlich eine gerechte, einheitliche Besoldung durchgesetzt.
Wir haben mit dem Startchancen-Programm das größte Bildungs-Investitionsprogramm auf den Weg gebracht - damit das Geld da ankommt, wo es am meisten gebraucht wird.
Wir haben das Wahlalter auf 16 gesenkt – weil alle mitentscheiden müssen, deren Zukunft wir gestalten.
Ohne den Druck aus Nordrhein-Westfalen gäbe es heute kein Deutschlandticket mehr. Wir haben es gerettet, das Studi-Ticket Deutschland geschaffen und in NRW einen Sozialtarif durchgesetzt.
Mit Schiene.NRW haben wir die Verkehrsverbünde zusammengeführt – für einen Bahnverkehr aus einem Guss, mit landesweit einheitlichen Standards.
Das ist keine Aufzählung. Das ist unsere Bilanz. Und sie macht Mut für das, was vor uns liegt.
Bei der kommenden Landtagswahl geht es deshalb nicht darum, uns zurückzuziehen oder kleiner zu machen. Es geht darum, anzuknüpfen und weiterzumachen – mit mehr Tempo, mehr Mut, mehr Verantwortung.
Gerade in der Verkehrspolitik stehen wir erst am Anfang eines echten Kurswechsels: Sanierung statt immer neuer Straßen, eine Mobilität, die nicht länger einseitig aufs Auto setzt, sondern Menschen zuverlässig, bezahlbar und klimafreundlich voranbringt. Die Herausforderungen sind groß – aber genau deshalb wollen wir sie anpacken, nicht ihnen ausweichen.
Ich bin mit dem klaren Anspruch in die Politik gegangen, Verantwortung zu übernehmen und mitzugestalten – erst recht dann, wenn der Gegenwind stark ist. Diesen Anspruch habe ich gelebt: als Kreissprecherin, als LAG-Sprecherin und als Kommunalpolitikerin für den Kreis Mettmann.
Dabei habe ich gelernt, dass es manchmal einen langen Atem braucht. Dass man für seine Überzeugungen kämpfen muss. Dass gute Politik zuhören muss – und dass man zugleich den Mut braucht, Entscheidungen zu treffen. Und ich habe gelernt: Wir Grüne sind dann am stärksten, wenn wir uns von schwierigen Zeiten nicht entmutigen lassen, sondern gerade dann für unsere Werte einstehen.
Klimaschutz ist kein Selbstläufer. Demokratie ist kein Selbstläufer. Gesellschaftlicher Fortschritt ist es auch nicht.
Deshalb möchte ich weiter Verantwortung übernehmen. Ich möchte meine Erfahrung, meine Haltung und meine Energie in die kommende Landtagswahl einbringen – und gemeinsam mit euch dafür kämpfen, dass wir unser NRW weiter gestalten: ökologisch, sozial und gerecht.
Ich bewerbe mich deshalb heute um eure Unterstützung für die Landtagskandidatur.
Nicht, weil die kommenden Jahre leicht werden. Sondern weil ich überzeugt bin: Sie sind es wert, dass wir für unsere Ziele kämpfen.
Lasst uns diesen Weg gemeinsam weitergehen.
- Alter:
- 40
- Geburtsort:
- Mettmann